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 Thema: Asyl

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Gedanken zur Asylpolitik

Als Bürger Deutschlands mache ich mir Gedanken über unsere Asylpolitik und ich bleibe mit vielen Fragen alleine. Asyl ist ein wichtiges Recht in unserem Land. Menschen die verfolgt werden und Angst um ihr Leben und ihre Unversehrtheit haben, müssen Schutz erhalten. Aber in Deutschland besteht Momentan die Gefahr, dass das Asylrecht missbraucht wird und eine verdeckte unkontrollierte Zuwanderung beginnt.

Wenn Deutschland, aufgrund des demografischen Wandels, Zuwanderung braucht, um damit seine Leistungskraft auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, muss es hierfür klare Regeln aufstellen wie vergleichbare Länder z. B. Australien, Neuseeland, Kanada.

Momentan beantragen bei uns sehr viele junge Männer Asyl. Was ist in diesen Ländern mit den Frauen, Kindern und älteren Menschen? Haben diese nicht auch Angst um ihr Leben? Oder sind eventuell ein großer Teil unserer Asylbewerber doch nur verdeckte Wirtschaftsflüchtlinge?

Ein Bekannter von mir ist Georgier. Wenn er nach Deutschland kommt, um hier zu arbeiten, muss er vom ersten Tag an einen Wohnsitz nachweisen und kann dann nach sechs Monaten, wenn er einen Arbeitgeber findet, eine Arbeitserlaubnis beantragen. Dieser Antrag wird geprüft und wenn er Glück hat, wird dieser nach drei oder auch erst nach neun Monaten genehmigt. Bis dahin hat er für alles selbst zu sorgen: Wohnung, Krankenversicherung, Lebensmittel - alles, was zum Leben gehört. Wenn er aber nach Deutschland kommen und das Wort „Asyl“ an der Grenze verwenden würde, dann hätte er für die nächsten sechs Monate einen kostenlosen Schlafplatz, eine Kochstelle, medizinische Versorgung und sogar Taschengeld sowie sonstige Kleinvergütungen, die mit dem Asylrecht in Verbindung stehen. Man sieht, was das Wort „Asyl“ für Unterschiede bringt.

Auf der anderen Seite verstehe ich meine deutschen Mitbürger nicht mehr, wenn ich in den Medien höre, dass alle begeistert und wohlwollend diese Asylbewerber aufnehmen wollen. Aber wenn es darum geht, Asylbewerber in Ihrer Gemeinde oder sogar noch in der unmittelbaren Nachbarschaft unterzubringen, löst es größte Empörung, Beschimpfungen gegenüber den staatlichen Verantwortlichen und sogar Unterschriftenaktionen aus! Entsteht hier ein falsches Bild von uns Deutschen? Ist der Deutsche ausländerfeindlich? Wird die EU- und die Bundespolitik vielleicht von den Bürgern nicht mitgetragen? Entscheiden unsere Politiker über die Meinung der Bürger hinweg?

Dann stellt sich für mich die Frage: Warum schreiben Repräsentanten von Verbänden in der Zeitung: „Asylbewerber - die Chance fürs Handwerk?“ Dies betrachte ich als Respektlosigkeit gegenüber unseren qualifizierten Facharbeitern. Hier versteckt sich nur der Wunsch, dass diese „Gastarbeiter“ unsere Arbeit für wenig Geld leisten sollen. Einen ähnlichen Versuch unternahm die Industrie mit der „Green Card“. Auch hier war es die Intention, billige Arbeitskräfte nach Deutschland zu locken, um die im Vergleich höheren Gehälter der deutschen Fachkräfte nicht bezahlen zu müssen.

Wir müssen doch mal ehrlich sein: Wir nehmen Menschen aus meist wirtschaftlich sehr schwachen Ländern aus Ihrem Kulturkreis heraus - diese kommen nach Deutschland, sehen unseren vermeintlichen Wohlstand und meinen, sie seien jetzt im Land wo Milch und Honig fließt. Dass der deutsche Arbeiter für diesen Standard sehr viel Energie, Arbeitsleistung, Fleiß, Zeit und Ausdauer aufbringen muss, ist diesen Menschen, die das von Zuhause nicht kennen, schwer zu vermitteln.

Hierfür gibt es mehrere Beispiele: z. B. ein großer Zeitungsbericht, in dem motivierte Asylbewerber in nagelneuen Arbeitshandschuhen und zu großen Signaljacken abgelichtet sind, um den Gemeindemitarbeitern bei Ihrer Arbeit auf den Wertstoffhöfen oder bei der Grünpflege zu helfen. Bei einer Nachfrage bei der Gemeinde musste ich dann leider hören, dass von anfangs 14 begeisterten Arbeitern, nur noch einer übrig geblieben ist. Der Rest stellte fest, dass es in Deutschland sich nicht lohnt seine Hände schmutzig zu machen, denn Luxusgüter wie ein iPhone und Markenkleidung kann man sich auch ohne anstrengende Arbeit leisten.

Ein weiteres Beispiel ist mir zugetragen worden: Ein Asylbewerber stellte einen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis, mit der Begründung, er bräuchte diesen für das Arbeitsamt, sonst würde ihm Arbeit zugemutet, dessen Bezahlung seinem Lebensstandard nicht entspräche. Diese ihm nicht zumutbare Arbeit wird jetzt von einem deutschen Bundesbürger erbracht.

Ein weiteres Thema im Landkreis Neu-Ulm. Der Landkreis Neu-Ulm hat ca. 165.000 Einwohner. Dem gegenüber stehen ca. 800 Asylbewerber. Wenn also die Menschen, die sich medial stark machen für die Aufnahme von Asylbewerbern, jeder einen aufnehmen würde, dann hätten wir sicher noch Platz für weit mehr Asylbewerber und müssten nicht Turnhallen für den Sportbetrieb schließen. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich unseren Landrat bedauere, da er unter schwersten Bedingungen seinen Verpflichtungen als Landrat und Ausführer der Bundesbehörden nachkommen muss.

Es wäre doch schön, wenn die Bürger, die sich in Zeitungen, Talkshows und Presseberichten so wissend zum Thema Asyl zu Wort melden, ihre Wohnsituation anpassen, Asylbewerber aufnehmen und damit eine optimale Integration in die Gesellschaft ermöglichen würden. Zum Beispiel: „Unser Bundespräsident Herr Joachim Gauck, unsere Bundestagsabgeordnete der Grünen Frau Claudia Roth und diverse weitere Abgeordnete in verschiedenen Positionen.“

Ich meine, es ist die Pflicht unserer Regierung, Prüfverfahren schnell und unbürokratisch durchzuführen. Kriminell gewordene und auffällige Asylbewerber, sollten sofort in ihr Heimatland ausgewiesen werden. Es kann auch nicht sein, dass Asylbewerber mühsam und unter hohem finanziellem Aufwand von den Behörden gesucht werden, da ihr momentaner Aufenthaltsort nicht bekannt ist. Oder Asylbewerber, die zur Aufklärung ihres Status nicht beitragen, in dem sie ihre Fingerkuppen verätzen, bewusst keine persönlichen Papiere abgeben oder keinerlei Angaben zu ihrer Person machen.

Meine ganz persönliche Meinung ist:

Wenn in meinem Heimatland Gefahr für mich und vor allem für meine Familie bestehen würde, dann würde Ich meine Frau und Kinder in ein sicheres Land schicken und ich persönlich würde hier bleiben und dafür kämpfen, dass es in meinem Land demokratisch, rechtsstaatlich und friedvoll bleibt.

Ich selbst bin Unternehmer und beschäftige Mitarbeiter verschiedenster Nationalitäten und bin absolut dafür, dass Menschen mit ausländischer Herkunft hier in Deutschland leben und arbeiten dürfen. Aber sie müssen selbst für ihren Unterhalt sorgen (soweit dies gesundheitlich möglich ist) und die Gesetze und Regeln unseres Rechtsstaates respektieren und für diese eintreten.

Deutschland ist ein gutes Land mit seiner demokratischen und sozialen Grundordnung und ich bin stolz darauf, in diesem Land geboren zu sein und leben zu dürfen. Ich hoffe, dass dies auch so bleibt!

Mai 2015