Aktuelle Diskussion

 Thema: Jugendkriminalität

[zurück]         

Die Vorfälle in der Münchner U-Bahn und anderen Großstädten haben das Thema Jugendkriminalität wieder ans
politische Tageslicht gebracht und wurde von dem noch amtierenden hessischen Ministerpräsidenten Roland
Koch in den hessischen Wahlkampf mit aufgenommen.
In einer solchen Debatte bewegt man sich auf dünnem Eis, das bei unüberlegten Aussagen schnell einzubrechen
droht. Deswegen möchte ich auf dieses Thema sehr differenziert eingehen.

   • Fakt ist: Jugendliche mit Migrationshintergrund haben großen Anteil an Jugendkriminalität

Es ist nicht zu bestreiten, dass ausländische Jugendliche deutlich öfter gewaltbereit sind als andere. Trotzdem
darf man nicht vergessen, dass auch deutsche Jugendliche betroffen sind.

   • Jugendkriminalität ist eng mit der Integrationsproblematik verknüpft

Viele unserer jungen deutsch-türkischen Mitbürger durchleben nicht selten eine Identitätskrise, d.h. sie fühlen
sich keiner Nation hundertprozentig zugehörig.

   • Stichwort: Strafmaß

Um dieser anhaltenden Gewaltwelle entgegenzusteuern, ist es notwendig, sich über die Art und Weise der
Bestrafung Gedanken zu machen. Sie einfach wegzusperren ist keine Lösung. Deswegen wäre es vernünftig,
eine Lösung zu finden, die Opfer und die Täter berücksichtigt. Tätern sollen während ihrer Freiheitsstrafe
Werte vermittelt werden, die sie schlussendlich gesellschaftsfähig machen und sich selbst dann gewaltfrei
verwirklichen zu können.

   • Sonderfall: Jugendliche mit Migrationshintergrund und dickem Vorstrafenregister

Immigrierte Jugendliche mit zahlreichen Vorstrafen sollte die Möglichkeit der Abschiebung in Erwägung gezogen
werden. Immigranten, die sich nicht an gewisse Werte und Normen halten, sollte man das Gastrecht entziehen
dürfen.

   • Eltern in spürbare Verantwortung nehmen

Eltern müssen deutlicher in Verantwortung genommen werden. Wenn Eltern ihrer Rolle nicht mehr gerecht
werden bzw. nicht mehr bewusst sind und resignierend den "Werdegang" ihrer Kinder beobachten, dann sollten
Eltern explizit darauf aufmerksam gemacht und stärker in der Erziehung unterstützt werden. Das Versagen des
Elternhauses darf nicht gleichgültig hingenommen werden. Vielleicht sollte man in Extremfällen sogar die Werte-
vermittlung dem Staat übergeben.

Februar 2008     



Ergänzung: Bei Interesse können Sie gerne auf folgender Seite sich weiter mit diesem Thema beschäftigen.
Dort finden Sie weitere Informationen und Links zu kompetenten Webseiten...